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Pädagogische Bedeutung

Grundlage für unsere pädagogische Arbeit ist unser Leitbild. Danach wird unser pädagogisches Denken von dem Bedürfnis geprägt, jedes Kind mit seinen vielfältigen und individuellen Möglichkeiten und Zuständen immer wieder zu sehen, anzunehmen und zu begleiten. Es geht darum, einen Frei-Raum für Entfaltung und Entwicklung zu geben, damit sie werden können, was sie sind.

Es ist uns nicht in erster Linie wichtig, dass die Kinder bestimmte Dinge wie Laufen, Sprechen, auf Toilette gehen etc. zu einer bestimmten Zeit können. Viel mehr Wert legen wir darauf, aufmerksam für den jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder zu sein und sie in ihrem Prozess zu begleiten. Die Kinder brauchen unterschiedlich viel Zeit und haben unterschiedliche Entwicklungsschwerpunkte und Entwicklungsaufgaben. Wir möchten Selbstbildungsprozesse aufgreifen, um sie zu unterstützen, ihre Kompetenzen zu entwickeln, die sie dazu befähigen, selbstständig und selbstbewusst durchs Leben zu gehen. Hierfür gestalten wir einen Rahmen, in dem wir uns zusammen bewegen und entwickeln können.

Unsere pädagogische Grundhaltung

Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit. Sie lernen von Geburt an und bis zu ihrem Lebensende. In jedem Lebensabschnitt sind bestimmte Entwicklungsaufgaben zu bewältigen – dies gilt für alle Menschen. Wie diese Bewältigung stattfindet ist bei jedem sehr unterschiedlich.

Zu einer Entwicklung gehören immer auch Rückschläge, die ebenfalls einen Lernprozess kennzeichnen. Kinder lernen mit bemerkenswerter Leichtigkeit und Geschwindigkeit, ihre von Natur aus gegebene Neugierde und ihr Forscherdrang treiben sie dazu an. Ein Kind erkundet seine Umwelt neugierig und wächst daran, wenn sich der Erwachsene mit uneingeschränkter Feinfühligkeit an seinem Wachsen beteiligt. In ihrer Entwicklung brauchen Kinder besonders viel Einfühlungsvermögen, Verständnis, Halt und Unterstützung, damit sie ihre Entwicklungsschritte auch psychisch bewältigen können.

Jedes Kind unterscheidet sich durch seine individuelle Persönlichkeit, durch seine Anlagen, Stärken und Eigenheiten von den anderen. Es hat sein eigenes Entwicklungstempo und bietet ein Spektrum einzigartiger Besonderheiten. Diese Prozesse begleiten wir wertschätzend und individuell auf jedes einzelne Kind bezogen.

Eingewöhnung

Anfangszeit ist Eingewöhnungszeit!
Sich täglich von den Eltern trennen zu müssen und in einer neuen, ganz anderen Umgebung zurechtzufinden, Vertrauen zu fremden Personen aufzubauen, bedeutet für ein Krippenkind eine immense Herausforderung. Um diesen ersten großen Übergang im Leben, vom Elternhaus in die Kinderkrippe, positiv bewältigen zu können, wollen wir die Kinder liebevoll begleiten und mit einer sanften und ruhigen Eingewöhnungszeit unterstützen und ihnen helfen diese Belastung ins Positive umzuwandeln.
Die Länge der Eingewöhnung richtet sich nach der Befindlichkeit und dem Alter des Kindes und wird von uns bewusst sanft (in Anlehnung an das „Berliner Modell“) für das Kind gestaltet.

Aufnahmegespräch + Anamnesegespräch

Das Aufnahmegespräch findet nach der festen Anmeldung Ihres Kindes und vor Beginn des Eingewöhnens statt. Bereits am „Elternabend für die neuen Eltern“ können hierfür die Termine mit der pädagogischen Leitung vereinbart werden. Dieses Gespräch dient dazu, den Betreuungsvertrag durchzusprechen und zu unterschreiben, sowie noch offen gebliebene Fragen zu klären.

Der Termin für das Anamnesegespräch wird mit der Bezugserzieherin vereinbart und soll uns Aufschluss über die Persönlichkeit Ihres Kindes geben.
Dazu gehören z.B. feste Gewohnheiten und Rituale von zu Hause, spezielle Vorlieben, der bisherige Tagesrhythmus sowie die Ess-und Schlafgewohnheiten. Wir erhalten Hinweise auf Krankheiten oder Allergien und können uns ein Bild machen, wie die bisherige Entwicklung Ihres Kindes verlief. Gleichzeitig erfahren Sie, was Sie für den Start in der Krippe bedenken sollten und einige andere organisatorische Dinge, wie gezielte Informationen über die Bedeutung der Eingewöhnungszeit.

Eingewöhnungszeit mit den Eltern

Wie bereits erwähnt, ist die Eingewöhnungszeit eine sehr sensible Phase. Hier wird ein Grundstein dafür gelegt, ob Ihr Kind gerne unsere Einrichtung besucht oder nicht und wie spätere Übergänge oder sensible Phasen bewältigt werden. Aus diesen Gründen muss gerade bei den kleinen Kindern sehr behutsam und mit viel Einfühlungsvermögen gehandelt werden.

Wichtig ist, dass sich für die ersten Wochen ungestört Zeit genommen wird, damit Sie sich nicht selbst unter Druck setzen und dieses negative Gefühl unbewusst Ihrem Kind vermitteln. Das Kind entscheidet bei diesem Prozess aktiv mit, wann es genügend Vertrauen zu der neuen Bezugsperson entwickelt und genügend Sicherheit erworben hat, um sich über einen längeren Zeitraum von den Eltern zu lösen.
Dieser Ablöseprozess findet in kleinen Schritten statt. In den ersten Tagen erkunden die Eltern mit Ihrem Kind gemeinsam den neuen Lebensraum in der Kinderkrippe. Sie bleiben ca. 1 – 1,5 Stunden mit Ihrem Kind bei uns, danach gehen Sie wieder gemeinsam nach Hause. So erhalten Sie als Elternteil Einblick in die Gruppe und unseren pädagogischen Alltag.

Für die Kinder ist es sehr wichtig, zusammen mit den Eltern, die Ihnen bestens vertraut sind, den neuen Lebensraum erforschen zu können. So entwickelt sich Vertrauen in die neue Umgebung und zu den neuen Bezugspersonen. In diesen Tagen sind Sie für Ihr Kind verantwortlich und Ansprechpartner. So kann es in Ruhe und mit großer Sicherheit alle neuen Eindrücke aufnehmen und verarbeiten.
Unsere Rolle besteht in dieser Zeit darin, Ihr Kind zu beobachten. Welche Vorlieben und Fähigkeiten zeigt es, wie verhält es sich mit den anderen Kindern und welche Unterstützung brauchen Sie als Eltern mit Ihrem Kind von uns. Wir werden in den ersten Tagen hauptsächlich mit Ihnen und über Sie, mit Ihrem Kind Kontakt aufnehmen.

Entscheidend ist, erst wenn auch die Eltern das notwendige Vertrauen in die Bezugserzieherin und ihre Arbeit gefunden haben und wenn alle Unsicherheiten beseitigt worden sind, kann es dem Kind gelingen, eine positive Beziehung zu den verantwortlichen Bezugspersonen zu entwickeln und zu festigen.

Stabilisierungsphase

In den folgenden Tagen nehmen wir durch gezielte Spielangebote oder der Beteiligung am Eltern-Kind Spiel mehr und mehr Kontakt zu Ihrem Kind auf. Wir unterstützen das Kind in seiner Spieltätigkeit und in der Interaktion mit den anderen Kindern. Beim Füttern und Wickeln begleiten wir Sie zunächst und übernehmen es schrittweise.

Nach ein paar Tagen oder nach Anfang der zweiten Woche findet dann der erste kurze Trennungsversuch statt. Dieser sollte zu Beginn nicht länger als 15 Minuten betragen. Danach nehmen Sie Ihr Kind wieder mit nach Hause. Täglich werden nun die Trennungszeiten in gemeinsamer Absprache mit der Bezugserzieherin langsam verlängert. In dieser Phase der Eingewöhnung sollten Sie immer in Bereitschaft und gut erreichbar sein! So lernt Ihr Kind in dieser Zeit, dass es sehr verlässlich wieder abgeholt wird. Das gibt ihm Vertrauen und Sicherheit und stärkt es, in seinem Umfeld selbstständig aktiv zu werden.

Verlängerung der Trennungszeiten

Wie schnell sich die Trennungszeiten dann verlängern lassen, hängt in erster Linie von der Bereitschaft und der emotionalen Befindlichkeit Ihres Kindes ab. Begonnen wird z.B. mit einer Zeit von ca. 15 Minuten. Der nächste Schritt wäre dann wieder ungefähr eine viertel Stunde länger. Dies wird solange individuell gesteigert, bis die Mittagessenszeit und erste Abholphase der Krippengruppe, um halb zwölf, erreicht ist. Nun sollte Ihr Kind ca. eine Woche Zeit bekommen, um sich an diesen Tagesablauf und dessen Länge zu gewöhnen.

Für die Mittagssituation und besonders für die Schlafsituation ist wieder ein sanfter Übergang nötig. Bei den ersten Malen wäre es für Ihr Kind schön, wenn Sie beim Aufwachen da sind. Gegebenenfalls sollten Sie es auch die ersten Male wecken, natürlich erst dann wenn sich seine Schlafzeit dem Ende nähert.

Bei Kindern unter einem Jahr, mit individuellem Schlaf-/ Essensrhythmus ist die erste Schlafsituation schon am Vormittag. Haben sich bis dahin die Trennungszeiten schon soweit verlängert, legen wir das Kind schlafen und benachrichtigen Sie die ersten Male telefonisch, wenn es aufwacht. Anschließend nehmen Sie es mit nach Hause. Nach einigen Tagen wird fortgefahren, die Trennungszeiten zu verlängern. Die Eingewöhnungsphase kann drei bis sechs Wochen dauern. Die konkrete Dauer und Gestaltung muss aufgrund des gezeigten Bindungsverhaltens des Kindes mit den Eltern abgesprochen werden. Wichtig ist, dass Sie sich im Vorfeld ausreichend Zeit für diesen Prozess einplanen.

Übergang von der Familie in die Krippe

Der Übergang des Kindes von der Familie in die Krippe ist vor allem mit Bindungs- und Trennungsprozessen verbunden, sowohl für die Kinder als auch für die Eltern.

Eine erfolgreiche Bewältigung dieses wichtigen Prozesses, der als Übergang oder auch als Transition bezeichnet wird, benötigt eine gute Vorbereitung, in die mehrere Personen mit eingebunden sind. Zum einen die Eltern, zum anderen das pädagogische Personal. Eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit ist dafür die Basis, denn die Erfahrungen die das Kind in dieser ersten Übergangssituation macht, sind prägend für sein weiteres Leben. Im Laufe ihres Lebens müssen Kinder viele Übergangssituationen bewältigen. Transitionen können für die Kinder auch große Entwicklungschancen bedeuten.

Positive Erfahrungen sind deshalb immens wichtig. Besonders wichtig für Eltern ist es, sich schon im Vorfeld mit der bevorstehenden Trennung emotional auseinanderzusetzen. Es könnten auch eigene Trennungsängste und Erlebnisse, auf das Kind übertragen werden. Eltern vermitteln dem Kind durch einen positiven Kontakt mit den Erziehern das Gefühl von Sicherheit. Dieses benötigt es, um sich auf uns und die neue Umgebung einzulassen.

Übergang von der Krippe in die Regelgruppe

Mit ca. drei Jahren wechseln die Krippenkinder in die Kita. Dies bedeutet für das Kind, ähnlich wie beim Übergang von der Familie in die Krippe, Abschied zu nehmen von der gewohnten Umgebung und den ihm vertrauten Personen. Sich neu einfinden in eine neue, ihm aber nicht unbekannte Umgebung. Es lernt viele neue Kinder kennen und muss neue vertrauensvolle Beziehungen zu den Erziehern und den Kindern aufbauen.

Das Kind muss sich mit einem veränderten Tagesablauf in der Kita, anderen Gruppenregeln und vielen neuen Anforderungen auseinandersetzen. Dies bedeutet in der Anfangszeit für das Kind Stress. Wurde der erste Übergang positiv erlebt, wird es mit weniger Angst und emotionalem Stress an die Sache herangehen. Schließlich kann so eine Aufregung auch positiv für das Kind sein, es kann neue Wege gehen und bekommt viele neue schöne Impulse und Anregungen.

Damit das Kind auch diesen Übergang ohne große Probleme positiv meistern kann, arbeiten wir schon im Vorfeld in der Einrichtung daran. Das bedeutet, dass vor dem Wechsel in die Kita, die Krippengruppe nach Möglichkeit die Kita so oft es geht besucht oder den Spielplatz in der Kita benutzt. Ebenso können die Krippenkinder am großen Morgenkreis am Montag oder am gemeinsamen Singen teilnehmen. So lernen die Kleinen langsam sowohl die pädagogischen Mitarbeiter, als auch die Kinder aus den Regelgruppen kennen und umgekehrt.
Steht ein Wechsel innerhalb eines Kindergartenjahres an, z.B. weil das Kind drei Jahre alt geworden ist und in den Regelgruppen noch Plätze frei sind, bekommt das Kind die Möglichkeit, schon einige Wochen vorher die Gruppe regelmäßig für kurze Zeit zu besuchen. So kann es alles Schritt für Schritt kennenlernen.

Die Möglichkeit des Gruppenwechsels ab dem dritten Lebensjahr ist abhängig von der Anzahl der Kinder in den Regelgruppen und dem Entwicklungsstand des Kindes. Gewöhnlich findet der Wechsel zum neuen Kindergartenjahr statt.

Lebensraum Krippe

Die Struktur des Alltags ergibt sich aus Abhol- und Bringzeiten, Mahlzeiten, Körperpflege und Schlaf/- Erholungspausen. Daneben ist Raum für selbsttätiges Lernen, Forschen, Experimentieren und Spielen (Selbstlernprozesse).
Zu unseren besonderen Angeboten gehören das Turnen, der Babygarten- und Musikgarten. Wir nehmen am Sozialen Leben in unserer Stadt teil und fahren z.B. mit dem Stadtbus zum Markt.

Krippenbelegung

Das Krippenhaus umfasst 5 alters- und geschlechtsgemischte Gruppen im Alter von
8 Wochen bis 3 Jahren von zurzeit 50 Kindern.

Zurzeit gibt es im Haus:
3 Ganztagsgruppen von 7.30 – 15.30 Uhr
2 Vormittagsgruppen von 7.30 – 13.30 Uhr

Randbetreuungszeiten:
Frühbetreuung von 6.00 – 7.30 Uhr
Spätbetreuung Halbtagsgruppe von 13.30 – 14.30 Uhr
Spätbetreuung Ganztagsgruppe von 16.30 – 18.00 Uhr

Die Krippe umfasst 2 alters- und geschlechtsgemischte Gruppen im Alter von
8 Wochen bis 3 Jahren von zurzeit 20 Kindern.

Zurzeit gibt es in der Krippe:
2 Ganztagsgruppen von 7.30 – 15.30 Uhr

Randbetreuungszeiten:
Frühbetreuung von 6.00 – 7.30 Uhr
Spätbetreuung Ganztagsgruppe von 16.30 – 18.00 Uhr